Ein Quasi-Vorgänger des SNES-Klassikers NBA Jam. Auch in Arch Rivals kann man seine Gegenspieler einfach umhauen, um an den Ball zu kommen, sowie nach kräftigen Dunks das Glas des Korbs kaputt hauen. Die Spieler treten als ein Team von zwei Athleten aus einem Pool von acht wählbaren Figuren mit kurzen Attributsbeschreibungen („Top shooter“, „Defensive giant“, „Rebound king“ etc.) an.
Die Grafik des NES-Ports fällt gegenüber der Arcade-Vorlage spürbar ab. Die Sprites sind zwar groß dimensioniert, wirken aber grob gezeichnet. Die Farbpalette ist bunt und karikaturistisch, die Animationen der Spieler wirken eingeschränkt; einige Bewegungsabläufe fehlen. Positiv hervorzuheben ist, dass die acht spielbaren Charaktere individuell gestaltete Gesichter besitzen, die auch während des Spiels erkennbar bleiben. Die Spielfeldumgebung fällt hingegen minimalistisch aus: Die Tribünen sind mit wenigen sich wiederholenden Zuschauer-Sprites gefüllt, die Kulisse wirkt leer. Technisch gibt es keine nennenswerten Ruckler, jedoch treten gelegentlich Sprite-Flimmereffekte auf. Nach jedem Korb wird eine drei Sekunden dauernde Zwischensequenz eingespielt (trainer, Cheerleader, frustrierte Gegenspieler), die den Spielfluss abrupt unterbricht, und auf die ich gut und gerne auch verzichten könnte.
Die Musik wirkt im ersten Moment zwar durchaus fetzig, während des Spiels läuft allerdings eine einzige, sich wiederholende Melodie. Nach jedem Korb setzt der Track am Anfang wieder ein, sodass man permanent nur die ersten Takte hört. Die Soundeffekte fallen recht schwach aus: Die Trillerpfeife des Schiedsrichters klingt dumpf, die Netzgeräusche bei Korberfolgen sind passabel, die Schlusssirene jedes Viertels kann einen schonmal durchaus erschrecken, wirklich nervtötend sind aber die dumpfen "Schlaggeräusche", wenn man den Gegner umruppt.
Zwischen den Vierteln gibt es eine kurze TV-Präsentation, die an sich recht witzig gestaltet ist.
Die Steuerung unterteilt sich in Ballbesitz und Abwehr. Mit Ballbesitz belegt die A-Taste den Wurf (in Korrnähe einen Dunk), die B-Taste den Pass. Hält man die B-Taste gedrückt, kann man den Ball führen, verliert dabei aber die Bewegungsfreiheit. In der Verteidigung löst die A-Taste einen Sprungblock aus, die B-Taste einen Schlag. Das Gedrückthalten der B-Taste lädt einen stärkeren Schlag auf. Die Steuerung reagiert ohne spürbare Eingabeverzögerung und ist schnell erlernbar. Fouls werden keine gepfiffen, da der Schiedsrichter "extrem kurzsichtig" ist.
Bei gewaltigen Dunks kann auch schonmal das Glas des Korbs zerspringen. Dies, und die "Prügelei" auf dem Spielfeld, machen Arch Rivals zu einem direkten Vorgänger von NBA Jam.